Getrennte Schlafzimmer bei Schnarchen & Co.: Beziehungskiller oder Lösung für erholsamen Schlaf und eine glückliche Beziehung?

Im ersten Moment erscheint das Schlafen in verschiedenen Räumen für dich vielleicht wie ein No-Go. Schließlich möchtest du mit deiner Liebsten kuscheln und Arm in Arm mit ihr einschlafen. Allerdings gibt es durchaus gute Gründe, die dafür sprechen, sich zum Schlafen in unterschiedliche Zimmer zurückzuziehen – wenn das räumlich möglich ist.

Nicht jede Wohnung beziehungsweise jedes Haus bietet den nötigen Platz für zwei Schlafzimmer. Lässt sich das rein praktisch verwirklichen, spricht vieles dafür.

Warum getrennte Schlafzimmer?

Zusammen schlafen zu gehen, birgt einiges an Konfliktpotenzial. Unterschiedliche Bedürfnisse und Gewohnheiten können es der jeweils anderen Person schwermachen, in den Schlaf zu finden. Wer zu wenig schläft, fühlt sich tagsüber müde und erschöpft. Die Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit sind beeinträchtigt. Auch eine gewisse Gereiztheit kann dazu kommen und die Beziehung belasten. Kommt es längerfristig zu einem Schlafmangel, drohen weitreichende Folgen für die Gesundheit.

Getrennte Schlafzimmer wegen Schnarchen

Das Schnarchen ist ein weit verbreitetes Problem, das viele Beziehungen belastet. Etwa 30 Prozent aller Erwachsenen produzieren die durchdringenden Atemgeräusche. Übrigens sind nicht nur Männer Schnarcher: Bei Frauen nimmt das Schnarchen besonders nach der Menopause zu. Je älter wir werden, desto größer ist das Risiko, dass nachts im Schlaf ganze Wälder umgesägt werden. Falls du ein Schnarcher bist, leidest du vermutlich darunter, nachts ständig gestupst oder umgedreht zu werden. Eventuell weckt dich deine Gattin sogar auf, und du liegst im Anschluss endlos wach, bis du endlich wieder in den Schlaf findest. Es gibt zwar eine ganze Reihe von Hilfsmittel, die die Geräusche verhindern sollen. In manchen Fällen helfen allerdings nur Ohrstöpsel – oder die Flucht mit dem Kopfkissen aufs Sofa.

Getrennte Schlafzimmer können eine Lösung sein, um sicherzustellen, dass ihr beide eine erholsame Nacht und einen guten Schlaf habt.

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Wechseljahre als Grund für getrennte Schlafzimmer

In der zweiten Lebenshälfte haben zwei Drittel der Frauen mit Wechseljahresbeschwerden zu kämpfen. Dazu gehören Hitzewallungen und Nachtschweiß. Möglicherweise wacht deine Partnerin nachts immer wieder auf, wirft die Decke zur Seite oder reißt die Fenster auf. Kurz danach ist ihr wieder kalt. Dann kann die Decke nicht dick und kuschelig genug sein. Dieses Hin und Her kann dir die Nachtruhe rauben, vor allem, wenn du ein leichter Schläfer bist.

Lerchen und Nachteulen: Getrennte Schlafzimmer wegen unterschiedlicher Einschlafzeiten

Jeder Mensch hat individuelle Schlafgewohnheiten und Schlafbedürfnisse. Vielleicht bist du als „Lerche“ daran gewöhnt, abends zeitig schlafen zu gehen und morgens entsprechend früh aus den Federn zu kommen. Deine Partnerin schläft eventuell lieber etwas länger und geht als „Nachteule“ nie vor Mitternacht ins Bett.

Getrennte Schlafzimmer aufgrund unterschiedlicher Schlafgewohnheiten bedeutet, dass ihr nicht auf die andere Person Rücksicht nehmen müsst. Dies kann zu einer deutlich verbesserten Schlafqualität führen.

Auch Schichtarbeit oder unterschiedliche Arbeitszeiten können ein Argument für getrennte Schlafzimmer sein. Das Klingeln des Weckers, aber auch das hektische Ankleiden stört die andere Person. Gleiches gilt für die nächtliche Rückkehr. Es vereinfacht die Organisation, von vornherein unterschiedliche Zimmer zum Schlafen vorzusehen.

Freiheit und Individualität im Schlafzimmer

Manchmal bestehen auch unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der Einrichtung und Sauberkeit im Schlafzimmer: Viele Menschen lieben Dekoartikel, Kissen und Plüschtiere. Oft sind diese sogar farblich aufeinander abgestimmt. Auf dem Nachtschrank herrscht eventuell kreatives Chaos. Ein überquellender Kleiderschrank spiegelt die Begeisterung für Mode und unterschiedliche Stile.

Andere bevorzugen ihr Schlafzimmer schlicht und schnörkellos. Alles muss möglichst übersichtlich und sauber sein. In getrennten Schlafzimmern könnt ihr eure individuellen Ideen verwirklichen, eigene Wohlfühloasen gestalten und braucht keine Rücksicht aufeinander nehmen.

Unterschiedliche Einschlafgewohnheiten

Vor dem Schlafengehen entspannen sich manche Menschen mit Yoga, einer Meditation oder beim Lesen. Wenn der Krimi oder Liebesroman besonders fesselnd ist, bleiben Nachttischlampe, Tablet oder Kindle möglicherweise stundenlang eingeschaltet. Anderen dagegen reichen wenige Minuten eines Hörbuchs, um in den Schlaf zu finden. Kopfhörer sind zwar eine Lösung, tragen sich beim Einschlafen allerdings eher unbequem.

Vielleicht besteht auch eine Person darauf, ihre Haustiere mit ins Bett zu nehmen, was dem Gegenpart nicht gefällt. Auch Essen im Bett kann ein Reizthema sein.

Welche Herausforderung getrennte Schlafzimmer bedeuten

Du siehst: Vieles spricht für getrennte Schlafzimmer bei Schnarchen & Co. Trotz zahlreicher Vorteile gibt es jedoch auch einen Nachteil, den du dir bewusst machen solltest.

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Trennung im Schlaf kann die Intimität beeinträchtigen

Das gemeinsame Schlafen bietet die Gelegenheit, sich vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen miteinander zu verbinden: Man kuschelt sich aneinander und tauscht die eine oder andere Intimität aus. Gemeinsam die Nacht zu verbringen, vielleicht sogar unter einer Decke, ermöglicht eine Nähe, die in getrennten Schlafzimmern fehlt. Darunter kann schlimmstenfalls die emotionale Verbindung zwischen euch leiden.

Eine Möglichkeit, mit dieser Herausforderung umzugehen, sind regelmäßige gemeinsame Aktivitäten und „Date Nights“, bei denen ihr bewusst romantische und intime Stunden zu zweit verbringt.

Fazit

Getrennte Schlafzimmer bei Schnarchen & Co. können für dich und deine Liebste eine sinnvolle Lösung sein, um euren Schlaf zu verbessern und die Beziehung zu erhalten. Die Entscheidung, getrennt zu schlafen, sollte jedoch gut durchdacht werden, da sie Vor- und Nachteile mit sich bringt. Es ist wichtig, die individuellen Bedürfnisse und Präferenzen in Betracht zu ziehen und gemeinsam Lösungen zu finden, um die Intimität und die emotionale Bindung aufrechtzuerhalten.

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